01.09.2010
Wissenschaftler fordern Dezimierung typischer Nachnamen
Bielefeld - Wer in Deutschland mit Nachnamen Müller oder Schmidt heißt, der weiß: er oder sie ist nicht alleine. Immerhin tragen Hunderttausende andere Bundesbürger ebenfalls diesen Namen. Doch wenn es nach dem Willen einiger Wissenschaftler geht, wird sich dies in Zukunft ändern. Die typischen Nachnamen sollen dezimiert werden, fordert unter anderem der Entwicklungsbiologe Harald Jokusch von der Uni Bielefeld, berichtet die „Welt“ in ihrer Onlineausgabe. Häufige Namen seien seiner Meinung nach durchaus unpraktisch - schon allein, wenn man einen Herrn Müller im Berliner Telefonbuch suchen würde. Außerdem würden die seltenen Nachnamen immer mehr aussterben. Die Lösung des Problems: Bei einer Hochzeit wird der seltenere Nachname angenommen. Nach 50 Jahren könnten damit die Namen Müller, Schmidt und Schneider auf ein Fünftel der jetzigen Häufigkeit gesenkt werden. Ob Lieschen Müller oder Paul Schmidt da mitmachen wollen, bleibt allerdings abzuwarten.
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